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2015-06-09 / 10:00


Multi-Milliarden-Markt: amp biosimilars mit erster Auslizenzierung

Biosimilars sind derzeit das spannendste Thema im Biotech-Markt. Die Hamburger amp biosimilars AG (ISIN: DE000A0SMU87) gehört zu den ganz wenigen europäischen „Pure Plays“ in diesem Bereich und hat wenige Wochen nach dem Börsendebüt mit der ersten erfolgreichen Auslizenzierung einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Als Generika von biotechnologisch erzeugten Wirkstoffen profitieren Biosimilars von dem Siegeszug der Biotech-Wirkstoffe in den vergangenen Jahren. So waren im Jahr 2014 acht der zehn weltweit umsatzstärksten Arzneimittel Biologika mit einem Gesamtumsatz von über 55,2 Milliarden USD. Biologika sind jedoch teuer und belasten damit die Gesundheitssysteme immens. Ein Beispiel: In den USA beanspruchen die Top sechs Biologika bereits 43% des Arzneimittel-Budgets des US-Medicare-Part B. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit von Biosimilars. Da bei ihrer Entwicklung kaum Forschungskosten entstehen, können sie deutlich preiswerter angeboten werden. Außerdem ist die klinische Phase II nicht notwendig. Aufgrund der somit kostengünstigen Herstellung wird auch der Zugang zu neuen Patientengruppen ermöglicht, die sich die teuren Originalprodukte nicht leisten konnten. Daher soll der weltweite Umsatz mit Biosimilars bis zum Jahr 2020 auf 20 Milliarden Dollar zulegen, nachdem im Jahr 2013 erst 180 Millionen Dollar erlöst wurden.

amp biosimilars am Anfang einer spannenden Entwicklung

Von dieser Entwicklung will die amp biosimilars profitieren und hat sich im Jahr 2014 auf diesen Markt spezialisiert. Das Unternehmen notiert seit dem 1. April 2015 an der Börse München und hat sich in den vergangenen Wochen mit Branchenexperten verstärkt. So ist Prof. Dr. Dr. Rolf G. Werner, ehemaliger Leiter des weltweiten Biopharmaziegeschäfts von Boehringer Ingelheim, seit dem 28. April der Vorsitzende des Wissenschaftlichen Beirats der Gesellschaft. Er ist einer der weltweit führenden Experten auf dem Gebiet der Forschung, Entwicklung und Produktion in der pharmazeutischen Biotechnologie mit mehr als 35 Jahren Industrieerfahrung. Darüber hinaus hat man sich mit Dr. Thomas Zimmer als neuem Aufsichtsratschef verstärkt. Dr. Zimmer verfügt über 34 Jahre Erfahrung in der pharmazeutischen Industrie, unter anderem in unterschiedlichen Führungspositionen bei Boehringer Ingelheim. Die drei Gremien der Gesellschaft, Vorstand, Aufsichtsrat und Scientific Board, sind nun vollständig und können das weitere Unternehmenswachstum in den nächsten Jahren vorantreiben.

Erste Auslizenzierung bestätigt Geschäftsmodell

Nach der personellen Verstärkung gibt amp biosimilars jetzt auch operativ Gas. So hat man die erste Auslizenzierung eines Wirkstoffes an ein chinesisches Pharmaunternehmen gemeldet. Bei dem Biosimilar handelt es sich um ABY-018, einen humanisierten monoklonalen Antikörper. Insgesamt befinden sich derzeit vier Biosimilars in der Produkt-Pipeline von ampb.

Der Partner übernimmt die vollständige Finanzierung der Entwicklung und Zulassung bereits ab der klinischen Phase I bis hin zur Herstellung sowie der Vermarktung des Biosimilars in China. Dafür erhält er das Recht zur uneingeschränkten Vermarktung in China und zahlt amp biosimilars dafür eine prozentuale Erlösbeteiligung (Royalties). amp biosimilars behält darüber hinaus die weltweiten Rechte außerhalb Chinas.

„Unser Team freut sich sehr über diesen großartigen Erfolg. Wir haben hiermit bereits jetzt eine entscheidende Hürde genommen, die den Erfolg unseres Geschäftsmodells mit Nachdruck bestätigt,“ erklärte Dr. Marc W. Hentz, Chief Executive Officer der amp biosimilars AG. „Mit unserer Auslizenzierung nach China eröffnen wir uns nicht nur das Potenzial dieses schnell wachsenden Marktes, sondern haben darüber hinaus noch die Möglichkeit, das gleiche Biosimilar mit weiteren Partnern in anderen Märkten außerhalb Chinas zu verpartnern. Für uns ist das ein großartiger Schritt vorwärts – weitere werden folgen“.

Ziel: Aufbau eines attraktiven Portfolios von Biosimilars

Diese erste Auslizenzierung ist ein Musterbeispiel für das Geschäftsmodell von amp: Es basiert auf Partnerschaften mit Pharmakonzernen, ohne Biosimilar-Erfahrung, aus „Pharmerging“ Markets wie beispielsweise China, Indien oder Brasilien. Innerhalb dieser konzentriert sich amp auf die vergleichende Analyse des eigenen Biosimilar-Produkts mit dem originalen Wirkstoff, die Produktentwicklung und den Technologietransfer. Damit profitieren die Partner von der jahrelangen Biosimilar- und Biotech-Expertise des ampb-Teams und dem Qualitätsmerkmal „Entwickelt in Deutschland“. Ab der kostenintensiven klinischen Phase I übernimmt dann der Partner und amp begleitet die weitere Entwicklung. Neben Royalties behält amp die Produktrechte für alle anderen Territorien, um mit weiteren Pharmaunternehmen, beispielsweise in den USA, Europa oder anderen asiatischen Ländern, Lizenzvereinbarungen abzuschließen und so frühzeitig zusätzliches Ertragspotenzial zu erschließen.

Mit der ersten Auslizenzierung hat amp gezeigt, dass das Geschäftsmodell funktioniert. Aufgrund des Geschäftsmodells, die kapitalintensiven Teile der Wertschöpfungskette an Partner abzugeben, sind die Chancen gegeben, dass es amp gelingt, schon in den kommenden Monaten ein attraktives Portfolio von auslizenzierten – und damit risikoarmen – Biosimilars aufbauen zu können.

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